Zwischenräume

Ein Moment zum Auftanken

Der Herbst ist für mich so eine schöne Übergangszeit … die Tage können noch angenehm warm sein, morgens und abends ist kühle Klarheit zu spüren. Zwischenräume genießen … so passend im beginnenden Herbst. Das Licht der Sonne wird sanfter … zeichnet alles weich. Manchmal legen sich sanfte Nebel über die Landschaft … mystisch und so schön anzuschauen. Die Luft wird klarer, das unruhige Flirren des Sommers legt sich … mehr Ruhe kehrt ein.

Verweilen im Moment … so heilsam. Eintauchen in den Augenblick … in der Natur. Nichts muss sein … Anspannung darf weichen … die Sinne einfach einschalten. Und so ist es möglich in einen Punkt zu sinken … wo es weit und ruhig wird.

Es ist ein Zwischenraum … ein Raum zwischen laut und leise … zwischen Einatmen und Ausatmen. Ein Raum der ruhig und gleichzeitig lebendig ist.

So gerne mag ich diese Momente festhalten und doch gelingt es nicht. Manchmal dauert es nur einen Moment, aber dieser Moment berührt … ganz tief … tief drin in der eigenen Essenz,
wie als ob ein Licht angeknipst wird und plötzlich wird etwas klar oder etwas erscheint auf einmal völlig unwichtig.

Und wir merken … Mensch was habe ich mich angestrengt, wollen … tun … planen, im Kreise drehen, den Blick viel zu viel im Außen gehabt. Und dann kommt dieser eine Moment … mit seinem kleinen und doch so großen Geschenk.

Mit Achtsamkeit lassen sich solche Momente erleben … in dem ich nicht fordere, ganz bei mir bin, dem Moment lausche, meinem Gefühl traue: die Sonne fühle, den Wind spüre, den Naturgeräuschen lausche und mich von diesen forttragen lasse … in den Zwischenraum … ganz geerdet, wach, weit und still. Ein Herzmoment … ein Augenblick zum Auftanken.