Inspiration Körpersprache

Unser Körper hat seine eigene Weisheit, lerne ihm wieder mehr zu vertrauen und entsdecke DEINE Körpersprache.

Körper und Seele gehen eng miteinander. Schon aus dem Volksmund kennen wir Aussagen wie z. B. „Mir sitzt was im Nacken“, „Das geht mir an die Nieren“, „Vom Leben gebeugt“, „Das Gesicht ist gezeichnet“ und viele andere mehr. Sicher fallen dir weitere solcher Volksweisheiten ein.

Hier im Anschluss  möchte ich dich inspirieren, Bezug nehmend auf  Massage-Körperzonen. Hierbei möchte ich Nichts in Schubladen schieben, denn dafür sind wir viel zu komplex und jede von uns hat ihre eigene Lebensgeschichte.

Tauche einen Moment ein, in deine natürliche Körperweisheit. Fühlen, atmen, sein, schafft einen Raum für Stille und Intuition.

Die Haut ist unser größtes Organ, ein Sinnesorgan. Die Haut wird bei Massage berührt, sie ist Grenze zwischen innen (das bin ich) und außen (das bist du). Die Haut wird über Sinne geweckt (Kälte, Wärme, Reize, Berührung, …), so spüren wir uns selbst, denn der Grenze zwischen du und ich ist in einer schnelllebigen Zeit schnell verloren, Abgrenzung oft nicht mehr gut möglich, etwas geht uns zu nahe (sozusagen „unter die Haut“). Dies kann sich festsetzen, als Belastung, Spannung, … im Körper oder auf Seelenebene, oft nicht gleich spürbar. Wird die Haut achtsam berührt, durch Massage dann können wir Spannungen auf unterschiedlichen Ebenen lösen, lockern und ein positiveres Gefühl wird  möglich. Hormone werden ausgeschüttet, die ein Wohlgefühl auslösen können, ein Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit, des gut aufgehoben seins, Nervensystem und Immunsystem können ihre Arbeit der Regulation nun besser aufnehmen, das sich Stresshormone reduzieren.

Unser Rücken, trägt Lasten und Spannungen, unsere äußere Haltung spiegelt unser inneres Befinden. Rücken hält fest, wenn uns Dinge zuviel werden. Er beugt sich, wenn wir für uns nicht gerade stehen. Er gibt uns ein gutes Gefühl und Rückhalt, wenn er aufrecht und entspannt ist.

An der Wirbelsäule verlaufen wichtige Nervenbahnen. Das Nervensystem steht mit Hormon- und Immunsystem in enger Verbindung. Die Wirbelsäule verbindet Himmel und Erde in uns, schenkt Aufrichtung, Stabilität und lässt flexibel sein. Die Wirbelsäule ist ein tragendes stützendes Element in unserem Körper, findet wie ein Stück Entlastung und dürfen mehr in der inneren Mitte ruhen. In der Massage erfährt die Wirbelsäule achtsam-sanfte ausgleichende Griffe.

Arme und Hände sind die Verlängerung unserer Herzens, sie geben und nehmen, sie arbeiten und ruhen. Sie helfen uns Dinge zu (be-)greifen und kreativ auszudrücken. Wie oft sind die Hände angespannt, wir halten fest und merken dies nicht einmal bewusst? Halte deine Hände bewusst offen und entspannt und schaue was dabei geschieht.

„Lausche deiner Körperstimme,
sie führt dich zurück in deine Mitte“

Die Beine tragen durchs Leben, hier sind Widerstände, Ängste, Unsicherheiten spürbar, Stauungen und Verkrampfungen möglich. Manchmal stehen wir wütend und erstarrt, manchmal gehen wir rasend schnell. Wie gehst du und wie stehst du im Leben? Stress kann sich, wie überall, auch hier niederlegen. Wir halten automatisch fest, dies meist unbewusst. Die Spannung zieht sich oft weiter hoch in den Körper hinein oder schenkt nächtliche Unruhen. Schüttele deine Beine immer mal wieder ganz bewusst aus, spürst du das lebendige Kribbeln, dass dadurch entsteht?

Die Füße verbinden mit der Erde und mit unserer Basis, sie leiten ab, was in Kopf und Beinen steckt. Sie stehen in Verbindung mit dem Nährenden und mit dem Herzen der Erde. Die Füße tragen uns ein Leben lang. Es tut so gut, wenn wir diese entspannen und Bodenhaftung ganz bewusst spüren, für mehr Präsenz im Augenblick. Bewege deine Füße ganz bewusst immer wieder am Tag, dies geht überall … im Sitzen, Laufen, Liegen, Stehen.

Das Gesicht spiegelt unsere Seele, Lachfalten, Sorgenfalten, Ausgeglichenheit, Spannung, all das zeigt sich hier, auch der Kiefer ist ein großes Thema, der oft Spannungen aufweist und sich auf die ganze Haltung (körperlich und seelisch) mit auswirken kann. „Meine Zähne haben mehr Platz“, ist eine Rückmeldung, die ich nach Gesichtsmassagen häufiger erhalte, auch dass sich die Kopfhaut mit entspannt, bis in den Nacken hinein und die Augen wieder wundervoll leuchten.

Den Bauch verbinden viele Frauen mit gemischten Gefühlen, denn „Bauch zu haben“ gehört in der westlichen Welt scheinbar nicht dazu. Somit sind viele Frauen mit ihrem Bauch nicht im Reinen, was sehr schade ist. Wie wäre es neu auf den Bauch zu blicken, er ist schließlich unsere Mitte und Kraftzentrum. Oft lagern wir dort unverdaute Emotionen, Stress oder Spannungen ab, welches den natürlichen Energiefluss mindert und die Atmung flach werden lässt. Manche Frauen spüren ihren Bauch wenig bis kaum. Eine Bauchmassage ist vom Einsatzgebiet her breit gefächert und unterstützt begleitend z. B. unsere Psyche, tiefe Entspannung, Verdauung, das Immunsystem, Frauengesundheit, Lymphfluss, bessere Durchblutung und Entstauung der Beine. 

Unser Kopf, der arbeitet … ununterbrochen. Gedanken kreisen, wir überlegen, reflektieren, erörtern, eignen uns Wissen an. Unser Kopf sehnt sich nach gelassener Entspannung und einem Gefühl von Weite, nach Ruhe und Freiheit. Laden wir ihn ein, Hand in Hand mit dem Herzen zu gehen, so gewinnt er mehr Raum und unser Gefühl kommt zusätzlich zu Wort. Atme ein paar Züge bewusst in Herz und Bauch und lade deinen Kopf ein, mit zu fließen und ein Stück zu genießen.